Beschreiben, was man will, ist gut. Zeigen, was man will, ist besser. Ein bis drei Beispiele im Prompt – „Few-Shot" genannt – wirken oft stärker als jede zusätzliche Regel, weil das Modell Muster aus Beispielen präziser übernimmt als aus Beschreibungen.
Few-Shot in der Praxis
Wandle Stichpunkte in Commit-Messages um (Conventional Commits). Beispiel 1: Eingabe: login button reagiert nicht auf enter Ausgabe: fix(auth): Enter-Taste löst Login aus Beispiel 2: Eingabe: neue endpunkte für tags dokumentiert Ausgabe: docs(api): Tag-Endpunkte dokumentieren Eingabe: [deine Stichpunkte] Ausgabe:
Die Beispiele definieren nebenbei alles Mögliche mit: Sprache der Ausgabe, Präfix-Konventionen, Länge, Tonfall. Wähle sie deshalb bewusst – das Modell imitiert auch, was du nicht sagen wolltest. Ein schlampiges Beispiel erzeugt schlampige Ausgaben.
Randfälle zeigen
Die wertvollsten Beispiele sind nicht die typischen, sondern die schwierigen: Was soll passieren, wenn die Eingabe leer ist? Wenn Informationen fehlen? Ein Beispiel mit „Eingabe: (unleserlich) → Ausgabe: FEHLER: Eingabe unlesbar" erspart dir drei Absätze Sonderfall-Regeln.
Format erzwingen
Für maschinenlesbare Ausgaben (JSON, CSV) gilt: Struktur einmal als Beispiel zeigen und als Regel benennen („Antworte ausschließlich mit validem JSON, ohne Markdown-Zäune"). Beide Signale zusammen sind deutlich zuverlässiger als eines allein. Gute Anschauungsbeispiele findest du unter Extraktion & Parsing.